Name Annette Wellmann
Straße Bült 18
PLZ & Ort 48619 Heek
Telefon 02568/96040
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Zwingername Aus der Dinkelaue
Homepage www.dinkelaue.de
Wellmann

Mein Name ist Annette Wellmann. Als Kind habe ich mir immer einen Hund gewünscht, aber meine Eltern wollten das nicht. Besonders beeindruckt hat mich die Beschreibung der Irish Terrier in Jack Londons Büchern: „Jerry, der Insulaner“ und „Michael, der Bruder Jerrys“. Dass es in diesen Büchern auch um Sklaverei und den Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe ging, ist mir gar nicht haften geblieben. Nach Realschule und gymnasialer Oberstufe habe ich dann in Bielefeld Biologie und Mathematik fürs Lehramt SEk I studiert. Zu dieser Zeit hatte ich in der Zeitschrift „Sielmanns Tierwelt“ einen Artikel über den Irish gefunden und die alte Begeisterung blühte wieder auf.

Während dieser Zeit habe ich dann meinen Mann Hubert kennen gelernt und bei ihm zu Hause gab es einen Hund (Mischung aus Zwergpinscher und Zwergdackel).
Nach meinem Referendariat gab es wie für die meisten von uns erst einmal keine Stelle.
Die Alternative war und das war auch ganz gut Kinder und um im Stoff zu bleiben jede Menge Nachhilfe. Eine Nachhilfeschülerin hatte in dieser Zeit zu Hause einen Wurf Jagdterrier. Da haben wir uns dann unsere „Terrie“ ausgesucht. (War ja schon mal zumindest ein Terrier!) Sie kam 1990 zu uns und wir hatten viel Spaß an und mit ihr. Allerdings wurde sie schon mit knapp 6 Jahren blind, da sie eine Augenkrankheit hatte, die bei den Jagdterriern wohl recht häufig vererbt wird. Trotzdem ist sie fast 13,5 Jahre alt geworden.

Nach der Erfahrung mit dieser Erbkrankheit, machte ich mich dann im Internet auf die Suche nach Rassen, die eine hohe Erbgesundheit aufwiesen. Ich habe da schon ein ganz gutes Hintergrundwissen, da eins meiner Prüfungsthemen im Studium „die Grundlagen der Vererbung und die menschliche Vererbung“ gewesen ist.
Und da stieß ich wieder auf den Irish Terrier. Ich habe im Internet gesucht und auf viele Internetseiten geschaut. Hängen geblieben bin ich dann beim „Akazienhain“. Cornelia Lemm hat dann geduldig meine e-mails beantwortet und mein Interesse wuchs ständig.
Als unsere Terrie immer gebrechlicher wurde (unser Tierärztin sprach von wenigen Wochen höchstens Monaten), haben wir dann überlegt, wie das in Sachen Hund wohl weiter gehen könnte. Hubert meinte, wir sollten dem Rasen doch erst einmal Ruhe gönnen und so ein zwei Jahre ohne Hund täten ihm bestimmt gut.
Zu dieser Zeit hat Cornelia gerade einen Wurf bekommen.

Wellmann

Ich vereinbarte mit ihr einen Termin um nur mal zu gucken und vielleicht mal einen vorzubestellen. Hubert und ich fuhren dann mit unserem Sohn Christof und seinem Freund nach Wesel. Und da war’s um uns geschehen. Als wir nach Hause fuhren hatten wir unseren „Jerry“ schon reserviert, mit dem Vorbehalt, dass wir Abstand nehmen müssten, wenn „Terrie“ sich wieder Erwarten noch einmal erholt.
Kurze Zeit später gaben ihre Leber und die Nieren den Geist auf und wir mussten sie einschläfern lassen.
Also zog „Jerry vom Akazienhain“ bei uns ein und eroberte alle Herzen im Sturm.
Und weil Cornelia es uns so schmackhaft gemacht hatte, standen wir dann mit einigen der 9 Wurfgeschwister zum Jahresende 2004 zum ersten Mal im Vorführring.
Und dann nahm die Sache so ihren Lauf. Wir haben viel mit Jerry auf die Beine gestellt und waren sehr zufrieden mit ihm und seinem Wesen.
Im Jahr 2006 hat Cornelia uns dann empfohlen doch die Doppelausstellung auf dem Possen mit Irish –Terrier – Treffen zu besuchen.

Und seit dem sind wir ganz verloren. "Jerry" bekam dann im Juli 2006 seine Zuchtzulassung und im Januar 2007 hat er „Hazelnut my celtic fellow“ gedeckt und zu Pfingsten 2007 hielt „Joma Joop my celtic fellow“ bei uns Einzug und wirft nun den Haushalt durcheinander und sorgt bei uns und bei ihrem Vater für Unterhaltung.
Wenn alles nach Plan geht, werden wir Ende des Jahres unsere Zwingerzulassung haben und wenn Joma dann so zweieinhalb bis drei Jahre alt ist, wollen wir uns ganz in den Wahnsinn stürzen und kleine Irish Terrier groß ziehen.
Wir fühlen uns bein den Irish-Leuten sehr wohl, allerdings ist es schon erschreckend, wie viele Streitereien bei einem so schönen Hobby entstehen, wo es doch eigentlich darum gehen sollte, möglichst gesunde und sozial verträgliche Hunde zu bekommen, damit die Menschen, die mit ihnen leben wollen glücklich damit werden. Ich finde es schade, dass es auch hier so viele Grenzen und Vorbehalte gibt.
Uns geht es um die Hunde und die Menschen und nicht um die Macht. Dann schon eher um die wissenschaftiche Neugier, denn Vererbungslehre praktisch anzuwenden ist für mich schon eine sehr reizvolle Sache. Gerne würde ich auch an Hand von vielen Daten mal Stammbäume in Bezug auf bestimmte Merkmale erstellen. Aber dazu müsste man sich auf viele ehrliche Angaben von anderen Züchtern stützen. Mal sehen, was uns die Zukunft noch bringt. Auf jeden Fall sind wir Hin und weg von unseren beiden Irish-Terriern.

Annette Wellmann